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Gemeinschaft erleben - Gottesdienst feiern
Ein Bericht zum Workshop „Glauben leben“, an dem unsere Lehrkraft Manuela Holzer erstmals und gemeinsam mit sechs Schülerinnen der achten, neunten und zehnten Jahrgangsstufe teilnehmen durfte. Es folgt ein Erfahrungsbericht von Mara Heiland (9c):
Wir (das sind übrigens Sina Hölzle und Marina Ellenrieder aus der 8a, Carina Schmolke und ich aus der 9c sowie Veronika Rappold und Alma Langer aus der 10e) sind am Montag, den 14.11.2016 um ca. 10:15 Uhr voller Vorfreude auf die kommenden Tage in der Oase Steinerskirchen bei Ingolstadt angekommen. Was werden wir hier alles machen? Was erwartet uns? Welche anderen Schülerinnen und Schüler, welche Lehrer werden da sein? Viele Fragen, auf die wir schon bald Antworten bekommen sollten.
Zu Beginn füllten wir einen Steckbrief aus und gestalteten unser persönliches Namensschild. Klar, schließlich ist es wichtig, dass wir wissen, mit wem wir es hier alles zu tun haben. Anschließend versammelten sich alle Teilnehmer im Tagungsraum 2. Dort folgte eine Vorstellungsrunde, in der sich jede Schule präsentieren durfte, indem sie eine kleine Einlage vortrug. „Etwas, das uns als Schülerinnen unserer Schule untereinander verbindet, das uns auszeichnet“, so lautete die Vorgabe. Schnell war klar: Wir, die Vertreterinnen der Marien-Realschule Kaufbeuren, möchten unser Schullied „Lieber Gott“ aus dem Creszentia-Musical vortragen, welches vor inzwischen sechs Jahren speziell für unsere Schule geschrieben wurde und in unseren Schulgottesdiensten immer wieder gesungen und an die „neuen Kleinen“ weitergegeben wird. Und Singen – durften wir ganz schnell feststellen – würden wir hier noch richtig viel!
Am späten Nachmittag wurden wir in fünf Gruppen eingeteilt, um uns besser kennen zu lernen bzw. unsere Gedanken ordnen und zur Ruhe kommen zu können. Wir waren zuerst in der an die Oase angrenzende Kirche, um ganz für uns zu sein und einmal überhaupt nichts tun und an nichts denken zu müssen. Gar nicht so leicht, wenn man wenige Stunden vorher noch von einer Schulaufgabe zur nächsten hetzte… Kurz darauf haben wir uns in den Meditationsraum begeben. Hier sollten wir im Rahmen einer Meditation und mit Hilfe eines Spiegels erkennen, dass die wichtigste Person in unserm Leben WIR SELBST sind. Und mit uns selbst müssen wir zufrieden sein, damit wir auch Zufriedenheit nach außen tragen können. Im nächsten Raum haben wir hierzu einen Brief an uns selbst geschrieben. Was belastet uns gerade? Worüber machen wir uns Sorgen, worüber Gedanken? Sich einmal alle Last von der Seele schreiben war zu Beginn befremdlich und neu, tat allen aber richtig gut. An der Station bei den Friedensglocken, welche aus Blindgänger des 2. Weltkriegs hergestellt wurden, sollte unsere „Zufriedenheit“ gefestigt werden. In „Zufriedenheit“ steckt das Wort „Friede“, und wir sollten uns Gedanken darüber machen, wie zufrieden wir gerade im Moment sind. Fällt uns noch etwas ein, was unseren eigenen inneren Frieden hemmt? Daraufhin durften wir eine der Glocken mit einem Gummihammer beschlagen und unsere Gedanken mit dem Schall der Glocken in die Ferne entweichen lassen. Der Brief, den wir geschrieben hatten, wurde in eine Kiste in der kleinen Kapelle nebenan gelegt. Dann ging es weiter zu einer kleinen Quelle. Hier wurde uns vor Augen geführt, wie wichtig Wasser für uns ist und dass wir dankbar sein dürfen, genügend sauberes Wasser zur Verfügung zu haben, aber auch, dass dieses Urelement in der Bibel sowohl im Alten als auch im Neuen Testerment immer wieder auftritt: manchmal in zerstörender und beängstigender Form wie der Urflut oder dem Zug durchs rote Meer, manchmal als Symbol für Lebenserhaltung und Reichtum: Wasser in der Wüste, die wundersame Wandlung usw.
Nach unserer Rückkehr nahmen „Außerirdische“ über das Internet Kontakt zu uns auf und unterstellten uns, die Menschen wären böse und schlechte Wesen, die keinerlei Rücksicht auf sich selbst oder ihren Lebensraum nähmen. Unsere Aufgabe war es nun, sie vom Gegenteil zu überzeugen. In Kleingruppen wurden Arbeitsaufträge bearbeitet: „Wie tolerant können wir sein“, „Wie verändert uns die Liebe“, „Wie können wir Gemeinschaften ebenso wie Freundschaften halten“,… Dass Allgemein unser Sein und Handeln ganz von unserer Wahrnehmung abhängt und es wert ist, sich hierüber Gedanken zu machen, wurde spätestens beim Zuschauen und Aufführen der vielen lustigen Einlagen klar! Im Anschluss haben wir uns im Meditationsraum versammelt, um den Abend gemeinsam ausklingen zu lassen, indem wir ein paar Minuten einfach in Stille da saßen und verweilten.
Am Nächsten Morgen ging es um 8:15 Uhr mit einem besinnlichen Einstieg vor dem Frühstück los. Zwischen vielen Stunden des gemeinsamen Singens bereiteten wir in neuen Gruppen einen Gottesdienst vor, den wir am selben Abend noch feiern wollten. Und hier hatte jeder ganz schön viel zu tun: Das Gleichnis von den anvertrauten Talenten als zentrales Thema unserer heiligen Messe sollte in vielfältiger Art und Weise interpretiert, aufbereitet und vorgetragen werden. Ob im Rahmen eines Schattenspiels, einer Musical-Einlage, einer Aktualisierung der damaligen Situation auf unsere heutige Zeit, eines Monologs oder eines Dialogs, einer selbst gedichteten Gesangseinlage, eines selbst gedrehten Kurzfilms, mit Hilfe eines Klangbildes… Jeder konnte nach seinem Talent und Interesse entscheiden, in welcher Gruppe er seine Fähigkeiten einbringen wollte. Und auch die einzelnen Elemente des Gottesdienstes wurden von uns Schülerinnen vorbereitet: Fürbitten schreiben, das Schuldbekenntnis formulieren, ein Tages- und Schlussgebet verfassen, den Segensgruß einmal auf unsere Art gestalten, geeignete Lieder auswählen, den Raum dekorieren usw. UNSER Gottesdienst dauerte 2,5 Stunden, in denen wir viel lachten und Spaß hatten und welche wie im Flug vergingen. Am Abend saßen wir noch einmal zusammen und grölten lustige Stimmungslieder. Hier hatte jeder riesigen Spaß, und der Abend sollte erst am nächsten Morgen enden.
In der Früh trafen wir uns um 8:15 Uhr erneut im Meditationsraum, gingen danach frühstücken und packten (leider schon wieder) unsere „sieben Sachen“ zusammen. Doch eines sollten wir uns im Verlauf des Vormittags noch überlegen: Welchen Nutzen ziehen wir eigentlich aus diesem Workshop? Welche Ideen haben wir, die unserer Schule hilfreich sein können? Neue Lieder, die wir kennen gelernt haben, und welche wir gern in unseren Schulgottesdiensten verankern würden waren das eine. Aber wir haben auch richtig Lust bekommen, an der Gestaltung unserer Schulgottesdienste aktiv teilzuhaben und unsere Talente und Ideen einzubringen! Vielleicht ist es möglich, einen solchen Tag für mehrere interessierte Schülerinnen unserer Schule anzubieten? Was tatsächlich umzusetzen ist, das wird sich bald zeigen… Für uns steht fest: Wir durften hier drei wundervolle und gewinnbringende Tage erleben, haben uns von Anfang an sehr wohl gefühlt, wurden von den Teilnehmern, die jedes Jahr in die Oase fahren sofort gut aufgenommen und ... WIR KOMMEN WIEDER!!!
Mara Heiland (Klasse 9c) | 22. November 2016
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